Personalcontrolling

Fluktuation

Kiosa Glossar Personalcontrolling Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

Die Fluktuation (Mitarbeiterfluktuation) beschreibt den Anteil der Mitarbeiter, die innerhalb eines Jahres das Unternehmen verlassen — unabhängig vom Grund (Kündigung, Aufhebungsvertrag, Abschluss Ausbildung). Die Gastronomie ist eine der fluktuationsintensivsten Branchen in Deutschland.

Formel

Fluktuationsrate = Abgänge im Jahr / Durchschnittliche Mitarbeiterzahl × 100

Als Durchschnitt gilt (Anfangsbestand + Endbestand) / 2. Für die Steuerung ist die Trennung in ungewünschte Fluktuation (Kündigung durch Mitarbeiter) und gewünschte Fluktuation (Trennungen durch Betrieb) wichtig.

Benchmarks

BewertungFluktuationsrate
Sehr gut für die BrancheUnter 30 %
Gut30–50 %
Gastronomie-Durchschnitt60–80 %
ProblematischÜber 100 %

Quelle: Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) und Kiosa-Kundendaten.

Kosten der Fluktuation

Jeder Mitarbeiterwechsel kostet Geld: Recruiting-Aufwand, Einarbeitung, Produktivitätsverlust in den ersten Wochen. Studien schätzen die Kosten eines Mitarbeiterwechsels in der Gastronomie auf 3.000–8.000 EUR für nicht-leitende Stellen. Bei einer Kette mit 50 Mitarbeitern und 70 % Fluktuation sind das 35 Wechsel pro Jahr — mögliche Gesamtkosten: 105.000–280.000 EUR.

Zusammenhang mit anderen Kennzahlen

Hohe Fluktuation erhöht die Krankenquote (verbleibende Mitarbeiter sind überlastet) und die Personalkostenquote (Einarbeitungskosten, Leihpersonal). Niedrige Fluktuation korreliert stark mit guter Führungsqualität und fairer Dienstplanung.


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