Personalcontrolling

Krankenquote

Kiosa Glossar Personalcontrolling Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

Die Krankenquote misst den Anteil der Krankheitstage an den Soll-Arbeitstagen eines Betriebs oder Teams. Sie ist ein frühzeitiger Indikator für Mitarbeiterzufriedenheit, Führungsqualität und Arbeitsbedingungen — und sie hat direkten Einfluss auf die Personalkostenquote durch Lohnfortzahlung und ungeplante Vertretungskosten.

Formel

Krankenquote = Krankheitstage / Soll-Arbeitstage × 100

Soll-Arbeitstage sind alle geplanten Arbeitstage aller Mitarbeiter in der betrachteten Periode. Für Teams mit Teilzeit und variablen Stunden empfiehlt sich die Berechnung in Stunden statt in Tagen.

Benchmarks

BewertungKrankenquote
Sehr gutUnter 4 %
Gut4–6 %
Gastronomie-Durchschnitt6–8 %
Handlungsbedarf8–10 %
KritischÜber 10 %

Quelle: Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) und Kiosa-Kundendaten.

Kostenauswirkung

Jeder Krankheitstag kostet mehrfach: Lohnfortzahlung für den Erkrankten plus Mehrkosten für Vertretung (oft Überstunden). Bei einem Team von 30 Mitarbeitern mit durchschnittlich 2.200 EUR Bruttolohn und 8 % Krankenquote entstehen jährlich rund 13.000 EUR direkter Krankheitskosten — zuzüglich der Vertretungskosten.

Was eine hohe Quote signalisiert

  • Hohe physische Belastung und schlechte Ergonomie
  • Unzufriedenheit mit Führungsstil oder Dienstplanung
  • Hohe Fluktuation — verbleibende Mitarbeiter sind überlastet
  • Kurzarbeit-Erkrankungen (Präsentismus → Kollegen angesteckt)

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