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Glossar: Die wichtigsten KPIs der Gastronomie

Von PK-Quote bis Wareneinsatz — alle Kennzahlen die du für datengetriebene Entscheidungen in deinem Restaurant brauchst.

Täglich zählen drei Kennzahlen: Umsatz, Personalkostenquote und Wareneinsatzquote — zusammen ergeben die beiden Quoten die Prime Cost, die wichtigste kombinierte Profitabilitäts-Kennzahl (Ziel: unter 60 % vom Nettoumsatz). Wöchentlich kommen Deckungsbeitrag, Bon-Wert und Auslastungskennzahlen wie RevPASH dazu. Die monatliche BWA bestätigt das Bild — zum Steuern ist sie zu langsam.

Die 8 wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

KennzahlFormelRichtwert
Personalkostenquote Personalkosten / Nettoumsatz × 100 22–42 % je nach Konzept, Systemgastronomie 28–33 %
Wareneinsatzquote Wareneinsatz / Nettoumsatz × 100 25–35 % (Gastro-Durchschnitt)
Prime Cost (Wareneinsatz + Personalkosten) / Nettoumsatz × 100 Unter 60 % gesund, unter 55 % sehr gut
Deckungsbeitrag DB I = Umsatz − Wareneinsatz, DB II = DB I − Personalkosten DB II über 40 % (Systemgastronomie)
Bon-Wert (Ø-Bon) Gesamtumsatz / Anzahl Transaktionen Konzeptabhängig: Casual Dining 22–40 EUR, Fine Dining 80–200 EUR
Umsatz pro Mitarbeiterstunde Nettoumsatz / geleistete Arbeitsstunden Full Service 40–60 EUR/h, Quick Service 70–100 EUR/h
RevPASH Umsatz / (Sitzplätze × Öffnungsstunden) Casual Dining 18–30 EUR, Fine Dining 40–80 EUR
Tischauslastung Belegte Tische / Verfügbare Tische × 100 Spitzenzeiten 75–95 %, regulärer Abendservice 55–75 %

Richtwerte: siehe verlinkte Einträge — Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) bzw. dort genannte Quellen.

Wie du diese acht Kennzahlen im Alltag zusammen liest, zeigt der vertiefende Guide: Gastro Kennzahlen — die 8 KPIs, die dein Restaurant braucht.

Häufige Fragen

Welche Kennzahlen sind in der Gastronomie am wichtigsten?

Die Prime Cost — Wareneinsatz plus Personalkosten — ist die wichtigste kombinierte Profitabilitäts-Kennzahl: Sie sollte unter 60 % vom Nettoumsatz liegen. Dahinter stehen die beiden Einzelquoten: Personalkostenquote (22–42 % je nach Konzepttyp) und Wareneinsatzquote (25–35 %). Für die Umsatzseite kommen Bon-Wert und Auslastungskennzahlen wie RevPASH dazu.

Wie oft sollte man Kennzahlen auswerten?

Personalkostenquote und Wareneinsatzquote mindestens wöchentlich, idealerweise täglich auf Basis der Kassendaten. Die monatliche BWA kommt vom Steuerberater mit 2–4 Wochen Verzug — als Steuerungsinstrument ist sie zu langsam. Ein Kalkulationsfehler oder Schwund läuft sonst wochenlang unbemerkt weiter.

Welche Kennzahlen stehen in der BWA?

Die BWA zeigt Umsatzerlöse, Wareneinsatz, Rohertrag, Personalkosten, Betriebskosten, Abschreibungen und das Betriebsergebnis. Direkt ablesbar sind Rohertragsmarge (sollte über 65 % liegen), Personalkostenanteil und EBIT-Marge (typisch 3–8 % bei gesundem Betrieb). Sie ist aber immer rückblickend — fürs Tagesgeschäft brauchst du Kennzahlen direkt aus der Kasse.

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