Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) ist der Umsatz, ab dem alle Kosten eines Betriebs gedeckt sind — weder Gewinn noch Verlust. Jeder Euro Umsatz darüber generiert Gewinn, jeder Euro darunter bedeutet Verlust. Für Neueröffnungen, Saisonplanung und Monatscontrolling ist er unverzichtbar.
Formel
Break-Even-Umsatz = Fixkosten / (1 − variable Kostenquote)
Die variable Kostenquote ist die Summe aller variablen Kostenanteile am Umsatz — in der Gastronomie hauptsächlich Wareneinsatzquote plus Personalkostenquote (= Prime Cost). Fixkosten sind: Miete, Pacht, Versicherungen, Leasingkosten, Abschreibungen.
Rechenbeispiel
Fixkosten monatlich: 45.000 EUR. Prime Cost: 58 % des Umsatzes.
Break-Even = 45.000 / (1 − 0,58) = 45.000 / 0,42 = 107.143 EUR
Das Restaurant muss mindestens 107.143 EUR Monatsumsatz erzielen, um keine Verluste zu schreiben. Jeder Euro darüber fliesst in den Gewinn (nach den variablen Kosten).
Sicherheitsmarge
Die Differenz zwischen tatseachlichem Umsatz und Break-Even-Umsatz heisst Sicherheitsmarge. Ein Restaurant mit 140.000 EUR Monatsumsatz und einem Break-Even bei 107.000 EUR hat eine Sicherheitsmarge von 33.000 EUR (24 %). Bei einem unvorhergesehenen Umsatzrückgang von 24 % wäre das Restaurant noch genau kostendeckend.
Anwendungen
- Standortentscheidung: Ist der erwartete Umsatz realistisch hoch genug?
- Monatsplanung: Ab welchem Tagesumsatz ist der Monat gerettet?
- Preisgestaltung: Wie verändert sich der Break-Even bei Preiserhöhungen?
- Szenarienrechnung: Was passiert bei 10 % Umsatzrückgang?
Verwandte Begriffe
- Prime Cost — die variable Kostenquote im Zähler
- Deckungsbeitrag — was nach variablen Kosten übrig bleibt
- BWA — monatlicher Finanzbericht mit Fixkosten-Übersicht
- Forecasting — Umsatzprognose zum Break-Even-Vergleich
Diese KPI automatisch tracken
Kiosa berechnet alle gastronomischen KPIs täglich automatisch — für jeden Standort, ohne Tabellenkalkulationen.
Kiosa Demo buchen →