Controlling

Personalkostenquote (PK-Quote)

Kiosa Glossar Controlling & KPIs Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

Die Personalkostenquote (kurz: PK-Quote) ist der Anteil der gesamten Personalkosten am Nettoumsatz eines Gastronomiebetriebs. Sie ist eine der wichtigsten Steuerungskennzahlen in der Gastronomie — weil Personalkosten in den meisten Betrieben den größten variablen Kostenblock darstellen.

Formel

Personalkostenquote = Gesamtpersonalkosten / Nettoumsatz × 100

Zu den Gesamtpersonalkosten zählen: Bruttolöhne, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (~20 % auf Bruttolohn), Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wer nur Bruttolöhne einrechnet, unterschätzt seine tatsächliche PK-Quote um 5–8 Prozentpunkte.

Benchmarks nach Konzepttyp

KonzepttypBandbreiteTypischer Wert
Quick Service / Fast Casual22–28 %25 %
Casual Dining / Systemgastronomie28–33 %30 %
Full Service Restaurant30–36 %33 %
Fine Dining35–42 %38 %
Bars und Kneipen20–28 %24 %

Quelle: Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) und Kiosa-Kundendaten.

Warum die PK-Quote isoliert nicht reicht

Die Personalkostenquote sagt dir wie viel vom Umsatz an dein Team geht — aber nicht ob der Betrieb profitabel ist. Dafür brauchst du die Prime Cost: Personalkosten + Wareneinsatz zusammen. Erst die Kombination zeigt das vollständige Bild. Ein Restaurant mit 31 % PK-Quote und 34 % Wareneinsatzquote hat eine Prime Cost von 65 % — das ist kritisch.

Häufige Fehler

  • Nur Bruttolöhne einrechnen statt aller Nebenkosten
  • Quote am falschen Benchmark messen (Gesamt-Gastronomie statt Konzepttyp)
  • PK-Quote monatlich prüfen statt täglich oder wöchentlich
  • Saisonale Schwankungen nicht berücksichtigen

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