Personalcontrolling

Umsatz pro Mitarbeiterstunde

Kiosa Glossar Personalcontrolling Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

Der Umsatz pro Mitarbeiterstunde (auch: Revenue per Labor Hour, RPLH) misst, wie viel Umsatz pro geleisteter Arbeitsstunde erwirtschaftet wird. Im Gegensatz zur Personalkostenquote zeigt er die Produktivitätsseite: nicht was Personal kostet, sondern was es einbringt.

Formel

Umsatz pro Mitarbeiterstunde = Nettoumsatz / geleistete Arbeitsstunden

Wichtig: geleistete Stunden, nicht geplante. Überstunden, Bereitschaft und produktive Stunden müssen korrekt erfasst sein. Digitale Zeiterfassung ist Voraussetzung für eine belastbare Kennzahl.

Benchmarks

KonzepttypRPLH Zielwert
Quick Service70–100 EUR/h
Fast Casual / Systemgastronomie55–80 EUR/h
Casual Dining45–65 EUR/h
Full Service Restaurant40–60 EUR/h
Fine Dining35–55 EUR/h

Quelle: Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) und Kiosa-Kundendaten.

Unterschied zur Personalkostenquote

Beide Kennzahlen messen Personaleffizienz aus unterschiedlichen Winkeln. Die PK-Quote zeigt den Kostenanteil. RPLH zeigt die Produktivität. Ein Betrieb kann eine gute PK-Quote haben (niedrige Löhne) und trotzdem niedrigen RPLH — wenn zu viele Stunden auf dem Plan stehen. Umgekehrt kann hoher RPLH trotz hoher Löhne zur guten PK-Quote führen.

Anwendung in der Dienstplanung

RPLH-Zielwerte je Schicht erlauben präzise Dienstplanung: Bei einem Abend mit 8.000 EUR erwartetem Umsatz und einem RPLH-Ziel von 60 EUR sind rund 133 Stunden das Maximum — verteilt auf Küche und Service. Zusammen mit Forecasting entsteht automatisch der optimale Personalplan.


Verwandte Begriffe


Diese KPI automatisch tracken

Kiosa berechnet alle gastronomischen KPIs täglich automatisch — für jeden Standort, ohne Tabellenkalkulationen.

Kiosa Demo buchen →