Die Labor Cost Ratio ist die englische Bezeichnung für die Personalkostenquote. In internationalen Hotelgruppen, englischsprachigen POS-Systemen und Restaurant-Management-Software ist dieser Begriff Standard. Inhaltlich sind beide Begriffe identisch.
Formel
Labor Cost Ratio = Total Labor Cost / Total Revenue × 100
Total Labor Cost umfasst alle personalnahen Kosten: Bruttolöhne, Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Urlaubsgeld, Krankenausfallkosten und weitere Nebenleistungen. Wer nur Bruttolöhne einrechnet, unterschätzt die echte Labor Cost Ratio um 5–8 Prozentpunkte.
Benchmarks nach Restauranttyp
| Typ | Labor Cost Ratio |
|---|---|
| Quick Service | 22–28 % |
| Fast Casual | 25–30 % |
| Casual Dining | 30–35 % |
| Fine Dining | 35–42 % |
Quelle: Erfahrungswerte aus 10 eigenen Betrieben (Mama Trattoria, Hamburg) und Kiosa-Kundendaten.
Back-of-House vs. Front-of-House Labor Cost
In detaillierter Analyse wird Labour Cost oft aufgeteilt: Küche (Back-of-House) und Service (Front-of-House). BOH-Kosten sind tendenziell stabiler, FOH-Kosten schwanken stärker mit Besucherzahlen. Diese Aufspaltung hilft bei gezielter Dienstplanoptimierung — weniger Service-Stunden in schwachen Schichten bei konstanter Küche.
Prime Cost-Verbindung
Labor Cost Ratio plus Food Cost Ratio ergibt die Prime Cost — die kombinierte Kennzahl, die den größten Einfluss auf die Restaurantprofitabilität hat.
Verwandte Begriffe
- Personalkostenquote — deutsche Bezeichnung, identisch
- Prime Cost — Labor + Food Cost zusammen
- Food Cost Ratio — Wareneinsatz-Pendant
- Umsatz pro Mitarbeiterstunde — Produktivitätsseite
Diese KPI automatisch tracken
Kiosa berechnet alle gastronomischen KPIs täglich automatisch — für jeden Standort, ohne Tabellenkalkulationen.
Kiosa Demo buchen →