Umsatz-KPIs

Renner-Penner-Analyse

Kiosa Glossar Umsatz-KPIs Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

Die Renner-Penner-Analyse (auch: Menu Engineering) überträgt das BCG-Matrix-Prinzip auf die Speisekarte. Jeder Artikel wird nach zwei Dimensionen bewertet: Beliebtheit (Bestellhäufigkeit) und Profitabilität (Deckungsbeitrag je Portion). Das Ergebnis ist eine klare Priorisierung für Karten-Redesign und Preisgestaltung.

Die vier Kategorien

KategorieBeliebtheitProfitabilitätStrategie
Stars (Renner)HochHochPromoten, hervorheben, Preis halten
PlowhorsesHochNiedrigRezeptur optimieren, Preis erhöhen oder Portion anpassen
PuzzlesNiedrigHochSichtbarkeit erhöhen, besser bewerben
Dogs (Penner)NiedrigNiedrigStreichen oder komplett überarbeiten

Durchführung

Für die Analyse braucht es aus dem Kassensystem: Anzahl Bestellungen je Artikel (Bestellindex) und den Deckungsbeitrag je Artikel (Verkaufspreis minus Wareneinsatz laut Rezeptur). Als Schwellenwert gilt typischerweise der Durchschnitt aller Artikel — Artikel mit überdurchschnittlichem Bestellindex und Deckungsbeitrag sind Stars.

Praxistipp: Plowhorses sind die größte Chance

Populäre Artikel mit zu niedrigem Deckungsbeitrag (Plowhorses) bieten das größte Optimierungspotenzial. Eine Preissteigerung von 1 EUR bei einem Artikel der 80 Mal pro Woche bestellt wird, bringt 4.160 EUR Mehrumsatz pro Jahr — ohne Volumen zu verlieren, da die Nachfrage elastisch-unelastisch ist.


Verwandte Begriffe


Diese KPI automatisch tracken

Kiosa berechnet alle gastronomischen KPIs täglich automatisch — für jeden Standort, ohne Tabellenkalkulationen.

Kiosa Demo buchen →