Controlling

COGS (Cost of Goods Sold)

Kiosa Glossar Controlling Von Sven Schneider · Aktualisiert am 2. Juli 2026

COGS steht für Cost of Goods Sold — die direkten Materialkosten der verkauften Speisen und Getränke. Es ist die englische Bezeichnung für den deutschen Begriff Wareneinsatz. In internationalen Kassensystemen, englischsprachiger Buchhaltungssoftware und Restaurant-Management-Plattformen ist COGS der Standardbegriff.

Was COGS enthält

  • Eingekaufte Lebensmittel und Zutaten (Anfangsbestand + Einkauf − Endbestand)
  • Getränke (Wein, Bier, alkoholfreie Getränke)
  • Verbrauchsmaterialien die direkt dem Verkaufsprodukt zuzuordnen sind

COGS enthält nicht: Personalkosten, Miete, Energie, Marketing, Abschreibungen. Das sind Betriebskosten (Operating Expenses), die separat ausgewiesen werden.

COGS in der Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttogewinn = Umsatz − COGS

Der Bruttogewinn (Gross Profit) ist das erste wichtige Zwischenergebnis in der Profit & Loss Statement (P&L). Er entspricht dem Deckungsbeitrag I im deutschen Controlling-System.

COGS-Berechnung

COGS = Anfangsbestand + Einkauf − Endbestand

Für eine korrekte COGS-Berechnung sind regelmäßige Inventuren notwendig. Wer nur Einkaufsrechnungen als COGS nimmt, misst den Einkauf — nicht den Verbrauch. Bei hohem Verderb oder Schwund kann der Unterschied erheblich sein.

COGS vs. Wareneinsatzquote

COGS ist der absolute Eurobetrag. Die Wareneinsatzquote (= Food Cost Ratio) ist COGS / Umsatz als Prozentsatz. Für die Erfolgsrechnung (P&L) braucht man COGS in Euro, für Benchmarking und Steuerung die Quote.


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